PaaS
Kurz erklärt
Eine Etage höher. Du mietest eine Plattform, die bereit ist, deinen Code auszuführen, ohne die Maschinen darunter zu verwalten. Wie gemietete, voll ausgestattete Räume — du bringst nur dein Geschäft mit.
▶ Präzise Definition
Platform as a Service: verwaltete Ausführungsumgebung (Datenbanken, Runtimes, Message-Queues, Deployment-Tools), auf der der Kunde seine Anwendungen ohne Infrastrukturverwaltung betreibt. Mehr Komfort, aber mehr Abhängigkeit von den proprietären Diensten der Plattform und damit ein höheres Lock-in-Risiko als bei IaaS.
Unsere Analyse
PaaS ist die Ebene, auf der technische Teams an Agilität gewinnen, allerdings um den Preis einer erhöhten Abhängigkeit. Die Bereitstellung erfolgt schneller, da die Verwaltung der Server entfällt, doch man ist an die Entscheidungen des Anbieters, dessen Formate und dessen Managed Services gebunden.
In Bezug auf die Souveränität kommen zwei Risiken zusammen. Das erste ist, wie auf allen Ebenen, die Zuständigkeit des Betreibers. Das zweite ist spezifisch für PaaS: Die Portabilität des Codes ist selten gewährleistet. Eine für Cloud Run geschriebene Anwendung lässt sich ohne Neuprogrammierung nicht anderweitig bereitstellen, da sie auf plattformspezifische Konventionen und Dienste zurückgreift. Dies ist die Anwendungsbindung, die sich von der Datenbindung unterscheidet: Man kann zwar seine Daten zurückholen, ist aber dennoch nicht in der Lage, die Anwendung außerhalb der ursprünglichen Plattform auszuführen.
Dies ist zudem die Ebene, auf der Zertifizierungen am seltensten und am jüngsten sind. Die Zertifizierung einer IaaS-Lösung entspricht der Bestätigung einer Basis; die Qualifizierung einer PaaS erfordert zusätzlich die Zertifizierung der gesamten verwalteten Ausführungsumgebung, was einen weitaus größeren Umfang darstellt. S3NS hat im Dezember 2025 sowohl IaaS als auch PaaS gleichzeitig qualifiziert, was dies eher zu einem Meilenstein als zu einer Routine macht.
Siehe auch