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IaaS

Kurz erklärt

Die elementarste Schicht der Cloud. Du mietest Maschinen, Speicher und Netzwerk und installierst alles andere selbst. Wie das Mieten eines leeren Raums — du richtest ihn ein.

Präzise Definition

Infrastructure as a Service: bedarfsgerechte Bereitstellung virtualisierter Infrastrukturressourcen (Compute, Speicher, Netzwerk). Der Anbieter verwaltet Hardware und Virtualisierung, der Kunde verwaltet Betriebssystem, Middleware und Anwendungen. Diese Schicht delegiert am wenigsten und lässt daher die größte Kontrolle.

Unsere Analyse

IaaS ist die grundlegendste Ebene, auf der der Kunde den größten Kontrollspielraum hat. Sie wählen Ihr Betriebssystem, Ihre Versionen, Ihre Netzwerkkonfiguration und Ihre Verschlüsselungsmethode. Auf dem Papier ist dies die Ebene mit größtmöglicher Autonomie, da nichts, was auf der Maschine läuft, vom Dienstleister abhängt. Das entscheidende Wort ist „möglich“.

Möglich, weil die technische Kontrolle nichts an der rechtlichen Zugehörigkeit ändert. Unterliegt der Anbieter, der die Infrastruktur betreibt, einer ausländischen Gerichtsbarkeit, kann er gezwungen sein, den Zugang zu sperren oder Daten herauszugeben – unabhängig davon, wie gut das ist, was der Kunde darauf aufgebaut hat. Die Souveränität eines IaaS-Anbieters lässt sich nicht an der Serviceebene ablesen, sondern an dem Recht, dem der Betreiber unterliegt.

Daraus ergibt sich eine häufige Verwirrung in französischen Unternehmen: die Annahme, dass der Besitz eines eigenen Anwendungsstacks ausreicht, um souverän zu sein. Das reicht nicht aus. Wenn die Rechenprozesse auf einer IaaS-Plattform laufen, die dem CLOUD Act unterliegt, ändert der hauseigene Anwendungsstack nichts an dieser Gefährdung. Der Code gehört zwar Ihnen; der Zugriff hängt jedoch davon ab, wer die Maschine betreibt und welchem Recht diese unterliegt.